Kinderkrankengeld

Eine Erkältung, Magen-Darm oder Masern – vor allem kleine Kinder stecken sich häufig im Kindergarten oder in der Schule mit Krankheiten an und müssen zu Hause bleiben. Wenn Ihr Kind erkrankt ist und Sie für die Betreuung der Arbeit fern bleiben müssen, haben Sie Anspruch auf Kinderkrankengeld.

 

Wie lange zahlt die Salus BKK Kinderkrankengeld?

Für die Betreuung eines kranken Kindes können pro Jahr für jedes Kind 10 Arbeitstage in Anspruch genommen werden, jedoch insgesamt maximal 25 Arbeitstage im Kalenderjahr (auch wenn mehr als zwei Kinder im Haushalt leben). Bei alleinerziehenden Versicherten verdoppelt sich der Anspruch. Erhalten Sie während der Fehltage jedoch von Ihrem Arbeitgeber weiterhin Ihr Arbeitsentgelt, entfällt der Anspruch auf Kinderkrankengeld.

Aufgrund der Corona-Pandemie hat die Bundesregierung am eine erneute Ausweitung des Anspruchs auf Kinderkrankengeld beschlossen. Für das Kalenderjahr 2021 erhöhte sich der Anspruch, d. h. Eltern können 2021 für jedes Kind 30 Arbeitstage in Anspruch nehmen, jedoch insgesamt maximal 65 Arbeitstage (Alleinerziehende 60 Arbeitstage). Bei alleinerziehenden Versicherten verdoppelt sich der Anspruch. Der Anspruch auf Kinderkrankengeld gilt auch für Fälle, in denen eine Betreuung des Kindes zu Hause erforderlich wird, weil die Schule oder der Kindergarten (Klasse oder Gruppe) pandemiebedingt geschlossen sind bzw. Präsenzunterricht und Kinderbetreuungsangebote eingeschränkt wurden. 

Erweiterter Anspruch auch 2022

Das aktuelle Gesetz zur Änderung des Infektionsschutzgesetzes und weitere Gesetze anlässlich der Aufhebung der Feststellung der der epidemischen Lage von nationaler Tragweite sieht nun vor, dass - analog zur Regelung in 2021 - auch zeitlich begrenzt auf das Jahr 2022 je Elternteil ein Anspruch auf auf Kinderkrankengeld für jedes Kind längstens für 30 Arbeitstage besteht, für Alleinerziehende längstens für 60 Arbeitstage. Daneben besteht ein Anspruch auf Kinderkrankengeld bis zum 23.09.2022, wenn ein Kind aus pandemiebedingten Gründen zu Hause betreut werden muss, weil durch die zuständige Behörde aus Gründen des Infektionsschutzes Schulen, Kinderbetreuungseinrichtungen (z.B. Kita) oder Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen geschlossen werden, deren Betreten untersagt wird, die Präsenzpflicht in der Schule aufgehoben oder der Zugang zum Betreuungsangebot der Kindertageseinrichtung eingeschränkt wird, oder das Kind auf Grund einer behördlichen Empfehlung eine dieser Einrichtungen nicht besucht.

 

Wie hoch ist das Kinderkrankengeld?

Das Kinderkrankengeld beträgt 90% Ihres ausgefallenen Netto-Arbeitsentgeltes. Wenn Sie in den letzten 12 Monaten eine Einmalzahlung (beispielsweise Urlaubsgeld) erhalten haben, erhöht es sich auf 100%. Von Ihrem Kinderkrankengeld sind Beiträge zur Renten- und Pflegeversicherung sowie nach dem Recht der Arbeitsförderung zu zahlen.

 

Was sind die Voraussetzungen für die Auszahlung?

Voraussetzungen für die Zahlung des Kinderkrankengelds durch die Salus BKK sind

  • eine ärztliche Bescheinigung, dass Ihr Kind erkrankt ist und die Betreuung notwendig ist
  • keine andere im Haushalt lebende Person die Betreuung übernehmen kann
  • ihr Kind ist gesetzlich krankenversichert und hat das zwölfte Lebensjahr noch nicht vollendet. Für Kinder mit einer Behinderung gilt eine Ausnahmeregelung.
  • bei pandemiebedingter Betreuung zuhause durch die Schließlung einer Einrichtung ist zudem ein Schließlungsbescheid der jeweiligen Einrichtung mit einzureichen
     


Wie funktioniert die Beantragung von Kinderkrankengeld?

Sie reichen uns die ärztliche Bescheinigung über die Krankheit Ihres Kindes ein. Danach setzen wir uns mit Ihrem Arbeitgeber in Verbindung, der uns mitteilt, wie hoch Ihr Verdienstausfall war. Bitte bedenken Sie, dass die Mitteilung Ihres Arbeitgebers erst zeitverzögert nach der monatlichen Entgeltabrechnung erfolgen kann.

 

Übertragung des Krankengeldanspruchs auf das andere Elternteil

Sollte Ihr Partner den Anspruch auf Kinderkrankengeld aus persönlichen oder beruflichen Gründen nicht selber geltend machen können, können Sie sich dessen Kinderkrankengeldanspruch übertragen lassen.

Dies ist möglich, wenn

  • beide Elternteile gesetzlich krankenversichert sind
  • der andere Elternteil die Betreuung des erkrankten Kindes aus beruflichen Gründen nicht übernehmen kann
  • Ihr Arbeitgeber einer erneuten Freistellung zustimmt
Ansprechpartner

Team Entgeltersatzleistungen

Telefon0341 45337-3416
Fax0341 45337-515
Downloads
  • picture_as_pdfAntrag Übertragung KinderkrankengeldDownload
  • picture_as_pdfAntrag Kinderkrankengeld bei pandemiebedingter BetreuungDownload
Zurück zum Anfang Pfeil nach oben