Übergewicht

Was als Übergewicht gilt, hat die Weltgesundheitsorganisation mit einer Berechnung festgelegt – dem sogenannten Body-Maß-Index (BMI). Wer hier bei einem Wert von über 25 liegt, leidet unter Übergewicht, ab 30 sogar unter Adipositas. Alleine der BMI gibt aber noch keinen genauen Aufschluss darüber ob wir wirklich übergewichtig sind, denn auch sehr trainierte Menschen fallen hier mit einem hohen BMI auf. Dieser unterscheidet nämlich nicht zwischen Fett und Muskelmasse. Daher sollte man auch immer seinen Bauchumfang messen (bei Frauen sollten 80cm, bei Männern 94cm nicht überschritten werden) und seine Blutwerte kontrollieren lassen.

In Deutschland betrifft Übergewicht mehr als die Hälfte der Frauen und sogar zwei Drittel aller Männer. Gründe sind meistens zu wenig Bewegung und die falsche Ernährung, aber auch Krankheiten wie Stoffwechsel- oder Hormonstörungen können als Ursache genannt werden.


Übergewicht bei Kindern

Heutzutage ist in Deutschland jedes sechste bis siebte Kind übergewichtig. Die Gründe sind wie bei den Erwachsenen zu wenig Bewegung und ungesundes Essen. Dabei spielt auch der von den Eltern vorgelebte Ernährungsstil eine große Rolle. Greifen sie eher zu Fertigprodukten und zuckerhaltigen Lebensmitteln, ist die Gefahr groß, dass auch das Kind sich dieses Verhalten angewöhnt. Daraus resultieren nicht nur eingeschränkte Bewegungsfreiheit und Mobbing in der Schule sondern auch Krankheiten, die sonst nur im Erwachsenenalter auftreten, wie zum Beispiel Schlafapnoe, Fettstoffwechselstörungen oder Gicht. Infolge des hohen Drucks unter Gleichaltrigen führt Übergewicht bei Kindern auch häufig zu Depressionen oder Essstörungen.

Wenn Sie denken, dass Ihr Kind übergewichtig ist, sollten Sie es von einem Arzt untersuchen lassen, der Ihnen im Bedarfsfall mögliche Therapien vorschlagen kann.
 

Folgen von Übergewicht

Das Übergewicht auf die Dauer nicht gut für unsere Gesundheit ist, ist bekannt. Denn die zusätzlichen Pfunde wirken nicht nur negativ auf unsere Knochen und Gelenke ein sondern auch auf die Fettzellen in unserem Körper und deren Informationsaustausch mit unseren Organen. Das erhöht das Risiko für Krankheiten wie Diabetes, Gefäßverkalkung und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Da dickere Menschen auch mehr Blut im Körper haben, muss das Herz größere Anstrengungen unternehmen um es in Bewegung zu halten. Folge davon ist erhöhter Blutdruck, der wiederum zu Herzinfarkten führen kann. Durch die veränderten Insulin- und Hormonspiegel ist bei Übergewicht sogar das Krebsrisiko erhöht. Das betrifft vor allem Nieren-, Darm- und Brustkrebs.

Hinzu kommen Einschränkungen im Alltag, wie Kurzatmigkeit, vermehrtes Schwitzen oder auch psychische Probleme, etwa durch ein geringes Selbstwertgefühl oder die negative Bewertung von anderen.
 

Was kann man tun?

Helfen kann bei Übergewicht eine Ernährungsberatung, gefolgt von einer konservativen Therapie aus Analyse des Essverhaltens, individuellem Ernährungsplan sowie einem Bewegungsprogramm.

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