Informationen zum Coronavirus

Derzeit wird fast nur noch über das hochinfektiöse Coronavirus berichtet. Immer mehr Krankheitsfälle treten auf und die Angst vor Ansteckung ist mittlerweile groß. Weltweit steigt die Zahl der infizierten Personen und Todesfälle schlagartig an. Dies führt zu starken Einschränkungen im Alltag und auch zu Reisebeschränkungen (aktuelle Informationen unter www.rki.de). Wir haben Ihnen alle wichtigen Informationen zu der Erkrankung zusammengestellt.

 

FAQ's zu Corona

Allgemeines

  • Wie wird das Coronavirus übertragen?

    Das Virus ist von Mensch zu Mensch übertragbar. Es wurden auch Fälle bekannt, in denen sich Personen bei Betroffenen angesteckt haben, die nur unspezifische Krankheitszeichen zeigten.

    Das Virus verursacht in erster Linie Atemwegserkrankungen. Es ist davon auszugehen, dass die Übertragung primär über Sekrete der Atemwege erfolgt. Die neuartigen Coronaviren wurden auch in Stuhlproben einiger Betroffener gefunden. Ob das Virus jedoch auch über den Stuhl verbreitet werden kann, ist noch nicht abschließend geklärt. Derzeit wird davon ausgegangen, dass es nach Ansteckung bis zu 14 Tage dauern kann, bis Krankheitszeichen auftreten.

  • Was sind die Symptome?

    Zu den Anzeichen einer Erkrankung gehören die Symptome einer normalen, milden Erkältung mit Husten und Schnupfen, aber auch schweren Infektionen der unteren Atemwege oder Lungenentzündung. Aufmerksam sollten Sie werden bei:

    • Fieber
    • Husten
    • Atemnot
    • Müdigkeit
    • Muskelschmerzen
    • seltene Symptome: Kopfschmerzen, Auswurf, Bluthusten, Durchfall
  • Therapie des Coronavirus

    Nicht alle Erkrankungen nach Infektion verlaufen schwer. Eine etablierte Behandlung oder ein Impfstoff stehen bislang noch nicht zur Verfügung, jedoch wird derzeit intensiv an einem Impfstoff gearbeitet. Milde Erkrankungsverläufe erfordern keine gezielte Therapie, während bei schweren Krankheitsverläufen ggf. eine intensivmedizinische Behandlung erforderlich ist, mit dem Ziel, die Vitalfunktionen des Patienten stabil zu halten, solange bis sein Immunsystem den Erreger erfolgreich eingedämmt hat.

    Aktuelle Informationen finden Sie auch auf der Homepage des Robert-Koch-Instituts unter www.rki.de sowie beim Bundesgesundheitsministerium auf www.bundesgesundheitsministerium.de/coronavirus.html.

  • Wie verhalte ich mich im Fall einer Erkrankung?

    Falls Sie den Verdacht einer Infektion mit dem Coronavirus haben, rufen Sie bei Ihrem Hausarzt an mit dem Hinweis auf den Verdacht einer Erkrankung. Bleiben Sie nach Möglichkeit zu Hause und vermeiden Sie den Kontakt mit Anderen. Bitte suchen Sie daher nicht einfach unangemeldet den Hausarzt auf, um die Gefahr einer Ansteckung anderer Menschen zu verhindern. Der Hausarzt wird bei Ihnen oder in einem separaten Behandlungszimmer einen Test durchführen. Die Krankenkasse erstattet die Kosten. Bestätigt sich der Verdacht, werden Sie zur Isolation in eine Klinik eingeliefert.

    Neben dem Hausarzt ist das örtliche Gesundheitsamt Ansprechpartner. Personen, bei denen ein konkreter Verdacht auf eine Infektion gegeben ist und die Grippe-ähnliche Symptome zeigen, können sich unter der Nummer 116 117 auch an den Ärztlichen Bereitschaftsdienst wenden. Dieser koordiniert dann einen Hausbesuch zur Testung auf das Coronavirus.

  • Muss ich für eine Krankmeldung die Arztpraxis aufsuchen?

    Im März wurde die Möglichkeit geschaffen, dass Ihr behandelnder Arzt bei leichten Erkrankungen der oberen Atemwege nach telefonischer Rücksprache eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ausstellt. Die Krankmeldung kann für maximal 7 Kalendertage ausgestellt werden, eine Verlängerung für weitere 7 Kalendertage ist möglich.

    Die Regelung gilt ausschließlich für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die an leichten Erkrankungen der oberen Atemwege erkrankt sind und keine schwere Symptomatik vorweisen oder Kriterien des Robert-Koch-Instituts (RKI) für einen Verdacht auf eine Infektion mit dem Coronavirus erfüllen. Diese Regelung war bis 31. Mai 2020 befristet.

    Mit Beschluss vom 15.10.2020 hat der G-BA diese Regelung mit Gültigkeit bis 31.12.2020 erneut eingeführt.

  • Welche Vorsichtsmaßnahmen sind möglich?

    Am wichtigsten ist die persönliche Hygiene, insbesondere regelmäßiges und richtiges Händewaschen. Hände sind die häufigsten Überträger von Krankheitserregern. Sie kommen häufig mit Keimen in Kontakt und können diese auf alles übertragen, was anschließend angefasst wird. Berührt man mit den Händen das Gesicht, können die Erreger über die Schleimhäute von Mund, Nase oder Augen in den Körper eindringen und eine Infektion auslösen. Händewaschen (20 bis 30 Sekunden mit Seife, auch zwischen den Fingern) unterbricht diesen Übertragungsweg. Steht unterwegs keine Waschmöglichkeit zur Verfügung, sollte vermieden werden, mit den Händen Mund, Augen oder Nase zu berühren oder Speisen mit der Hand zu essen. Neben guter Handhygiene schützt auch gute Husten- und Nies-Etikette vor einer Übertragung des neuartigen Coronavirus.

    Empfohlen wird zudem das Vermeiden von Kontakt mit Personen, die an Atemwegserkrankungen leiden. Sehr flüchtige Kontakte gelten als wenig riskant, im Allgemeinen sind Kontakte von mindestens 15 Minuten für eine direkte Ansteckung erforderlich. Wenn eine an einer akuten Atemwegsinfektion erkrankte Person sich im öffentlichen Raum bewegen muss, kann das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes durch diese Person sinnvoll sein, um das Risiko einer Ansteckung anderer Personen durch Tröpfchen, welche beim Husten oder Niesen entstehen, zu verringern.

    Nach aktueller Einschätzung von Forschern können Coronaviren bis zu neun Tagen auf Oberflächen bei Raumtemperatur überleben. Die Erreger reagieren jedoch sensibel auf Desinfektionsmitteln, darunter Ethanol (62-71 Vol%), Wasserstoffperoxid (0,5%) und Natriumhypochlorit. Reinigt man Oberflächen mit den besagten Stoffen, kann bei einer Einwirkzeit von nur einer Minute eine ausreichende Wirkung erzielt werden. 

Job

  • Was muss mein Arbeitgeber beachten?

    Ihr Arbeitgeber kann bei der zuständigen Landesbehörde einen Antrag auf Erstattung Ihres Nettoverdienstausfalls sowie der gezahlten Sozialversicherungsbeiträge stellen. Die Anträge auf Erstattung der Entschädigung sind innerhalb einer Frist von drei Monaten nach dem Ende der Quarantäne bei der zuständigen Behörde zu stellen. Dem Antrag ist von Arbeitnehmern eine Bescheinigung des Arbeitgebers über die Höhe des für sie maßgeblichen Zeitraums verdienten Arbeitsentgelts und der gesetzlichen Abzüge beizufügen. Die zuständige Behörde hat auf Antrag dem Arbeitgeber einen Vorschuss in der voraussichtlichen Höhe des Erstattungsbetrages zu gewähren.

    Ansprechpartner sind die Gesundheitsämter, in manchen Regionen auch die Versorgungsämter.

  • Wer zahlt im Fall einer Infektion oder Quarantäne mein Gehalt?

    Können Sie aufgrund einer behördlich angeordneten Quarantäne Ihre Beschäftigung nicht ausüben, erhalten Sie für sechs Wochen Entgeltfortzahlung durch Ihren Arbeitgeber. Sollte die Quarantäne länger als sechs Wochen andauern, erhalten Sie eine Leistung durch die zuständige Landesbehörde, die in der Höhe und Berechnung dem gesetzlichen Krankengeld entspricht.

    Sind Sie aufgrund einer bestätigten Infektion mit dem Coronavirus arbeitsunfähig, stellt Ihnen Ihr behandelnder Arzt eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung aus. Wie auch bei anderen Erkrankungen haben Sie in diesem Fall Anspruch auf sechs Wochen Entgeltfortzahlung durch Ihren Arbeitgeber und ab der siebten Woche Anspruch auf Krankengeld von der Salus BKK.

    Sollten Sie während der angeordneten Quarantäne an dem Coronavirus erkranken, erhalten Sie die oben beschriebenen Leistungen, der Entschädigungsanspruch aufgrund der Arbeitsunfähigkeit (z.B. Anspruch auf Entgeltfortzahlung) geht dann jedoch auf das Bundesland über. Wichtig ist, dass bei Eintritt einer Arbeitsunfähigkeit in der Quarantäne eine AU-Bescheinigung ausgestellt wird.

    Ansprechpartner sind die Gesundheitsämter, in manchen Regionen auch die Versorgungsämter.

  • Kann ich zu Hause bleiben, wenn die KiTa oder Schule meines Kindes geschlossen bleibt?

    Ist ihr Kind erkrankt und Sie müssen für die Betreuung der Arbeit fern bleiben, haben Sie Anspruch auf Kinderkrankengeld. Für die Betreuung eines kranken Kindes können pro Jahr für jedes Kind 10 Arbeitstage in Anspruch genommen werden, jedoch insgesamt maximal 25 Arbeitstage im Kalenderjahr (auch wenn mehr als zwei Kinder im Haushalt leben). Bei alleinerziehenden Versicherten verdoppelt sich der Anspruch. Aufgrund der Corona-Pandemie hat die Bundesregierung eine Ausweitung des Anspruchs auf Kinderkrankengeld beschlossen. Für das Kalenderjahr 2020 erhöht sich dieser um 5 Arbeitstage je Kind (für Alleinerziehende um 10) auf 15 Arbeitstage (für Alleinerziehende auf 30). Der Höchstanspruch erhöht sich dementsprechend auf 35 Arbeitstage (für Alleinerziehende auf 70). Das Gesetz tritt voraussichtlich Ende Oktober in Kraft.

    Erhalten Sie während der Fehltage jedoch von Ihrem Arbeitgeber weiterhin Ihr Arbeitsentgelt, entfällt der Anspruch auf Kinderkrankengeld.

    Ist ihr Kind allerdings gesund, fehlt es aber an einer geeigneten Tagesbetreuung, haben Sie keinen Anspruch auf eine Entgeltersatzleistung. Der Gesetzgeber hat mit der Neureglung des Infektionsschutzgesetzes eine Möglichkeit geschaffen, dass Ihr Arbeitgeber unter bestimmten Voraussetzungen einen Teil Ihres Gehaltes weiterzahlt. Sie sollten hierzu Ihren Arbeitgeber direkt ansprechen und mit ihm eine gemeinsame Lösung suchen.

  • Ich bin selbstständig, was muss ich beachten?

    Auch Selbstständige haben Anspruch auf Entschädigung, sie können darüber hinaus einen Zuschuss zu den weiterlaufenden Betriebskosten beantragen. Zur Berechnung wird eine Bescheinigung des Finanzamtes über die Höhe des letzten beim Finanzamt nachgewiesenen Arbeitseinkommens benötigt. Die zuständige Behörde hat Ihnen auf Antrag einen Vorschuss in der voraussichtlichen Höhe der Entschädigung zu gewähren.

    Ansprechpartner sind die Gesundheitsämter, in manchen Regionen auch die Versorgungsämter.

  • Wie erhalte ich als Arbeitgeber Hilfe?

    Die Salus BKK unterstützt Sie auch bei der aktuellen Corona-Krise. Wenn Sie betroffen sind, können Sie hier einen vereinfachten Stundungsantrag stellen bzw. herunterladen.

    Auf Antrag des Arbeitgebers konnten die Beiträge zunächst für März bis Mai 2020 längstens bis zur Fälligkeit Juni 2020 gestundet werden. Ab Juni 2020 gilt wieder das normale Stundungsverfahren. Bis zum 30. September 2020 sind jedoch weitere Vereinfachungen bei der Stundung für Arbeitgeber, die von der aktuellen Corona-Pandemie unmittelbar und nicht unerheblich betroffen sind, möglich. Verwenden Sie den oben verlinkten Stundungsantrag und senden Sie ihn per Email an beitrag@salus-bkk.de.

    Wichtig: Die Stundung gilt weiterhin nur unter der Voraussetzung, dass Sie Förder- und Schutzmittel aus dem von der Bundesregierung zur Verfügung gestellten Rettungsschirm beantragt haben und dass Sie bei Auszahlung entsprechend die Sozialversicherungsbeiträge bezahlen.

     

Ärztliche Behandlung

Prävention

Kuren und Rehabilitation

  • Mir wurde eine Rehabilitation / stationäre Vorsorgemaßnahme bewilligt. Gibt es aktuell Einrichtungen, die bereits ihren Betrieb eingestellt haben?

    Aufgrund der Erlasse der Gesundheitsministerien der Länder sind sämtliche Vorsorge- und Rehabilitationsmaßnahmen derzeit nicht durchführbar, wenn diese aus medizinischen Gründen aufschiebbar und nicht dringend nötig sind so z. B. nach bestimmten Operationen. Viele Kliniken dürfen derzeit nur noch Patienten zur Anschlussrehabilitation aufnehmen.

    Wir empfehlen Ihnen, wenn Ihnen eine Rehabilitation oder stationäre Vorsorgemaßnahme bewilligt wurde, sich unbedingt vor der Anreise bei der Klinik zu informieren, ob und wann die Maßnahme durchgeführt werden kann. Unsere Kostenübernahme bleibt selbstverständlich weiterhin gültig.

  • Ich musste meinen Rehabilitationssport / Funktionstraining aufgrund der aktuellen Situation abbrechen. Was ist zu beachten?

    Wenn Sie die von uns bewilligten Einheiten in dem angedachten Zeitraum nicht in Anspruch nehmen konnten, werden wir den Zeitraum unbürokratisch um die Zeit der Aussetzung verlängern. Hierzu müssen Sie oder der Leistungserbringer keinen gesonderten Antrag stellen. Es ist unrelevant, ob Sie selbst den Sport abgebrochen haben oder der Anbieter abgesagt hat oder die Einrichtung geschlossen wurde.

  • Mir wurde eine Mutter/Vater und Kind-Kur bewilligt. Was wird aus meinem Kurtermin?

    Viele Kliniken mussten den Betrieb derzeit einstellen, da diese Maßnahmen aus medizinischer Sicht Aufschub dulden bzw. die Häuser die Kapazitäten zur Entlastung der Krankenhäuser bereithalten müssen. Wir raten Ihnen bei einer bewilligten Maßnahme, sich vor der Anreise bei der Klinik zu informieren, ob es bei dem Aufnahmetermin bleibt bzw. wann die Maßnahme durchgeführt werden kann. Unsere Kostenübernahme bleibt selbstverständlich weiterhin gültig.

Pflege und Hilfsmittel

Weitere Hotlines

  • Wichtige Nummern in der Corona-Krise

    Neben der bundeweiten Nummer 116 117 steht auch ein Bürgertelefon und ein Service für Gehörlose und Hörgeschädigte zur Verfügung, die das Bundesministerium für Gesundheit allen Bürgerinnen und Bürgern anbietet. Hier erhalten Sie eine kompetente und unabhängige Anlaufstelle für alle Fragen rund um das deutsche Gesundheitssystem und auch das Coronavirus.

    Sie erreichen das Bürgertelefon von Montag bis Donnerstag von 8:00 bis 18:00 Uhr, am Freitag von 8:00 bis 12:00 Uhr unter folgenden Nummern:

    Hotline Telefonnummer E-Mail-Adresse / Homepage
    Unabhängige Patientenberatung 0800 / 011 77 22  
    BMG 030 / 346 465 100  
    Allgemeine Erstinformation und Kontaktvermittlung 115 https://www.115.de
    Bürgertelefon zur Krankenversicherung 030 / 340 60 66 – 01  
    Bürgertelefon zur Pflegeversicherung 030 / 340 60 66 – 02  
    Bürgertelefon zur gesundheitlichen Prävention 030 / 340 60 66 – 03  
    Beratungsservice für Gehörlose und Hörgeschädigte Fax: 030 / 340 60 66 – 07 info.deaf@bmg.bund.de, info.gehoerlos@bmg.bund.de
    Gebärdentelefon (Videotelefonie) https://www.gebaerdentelefon.de/bmg/
Ansprechpartner

Service- und Beratungscenter

Telefon0800 22 13 222
Fax06102 2909-99
Wichtige Hinweise
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