Änderungen zum Jahreswechsel 2019

Das neue Jahr bringt einige Änderungen im Gesundheitswesen mit, die in den letzten Monaten von Gesundheitsminister Jens Spahn beschlossen wurden. Doch nicht nur die Regierung sondern auch wir als Ihre Krankenkasse haben eine positive Nachricht, über die Sie sich freuen können.
 

Senkung des Zusatzbeitrags

Nachdem die Salus BKK in den vergangenen Jahren mit einem konstant günstigen Beitragssatz punkten konnte, können Sie sich 2019 über eine erneute Ersparnis für Ihren Geldbeutel freuen. Aufgrund einer vorausschauenden und nachhaltigen Finanzplanung im letzten Jahr senken wir zum 01. Januar 2019 den individuellen ZusatzbeitragZusatzbeitrag um 0,16% auf 0,79%. Damit gehört die Salus BKK mit einem Gesamtbeitrag von 15,39% weiterhin zu den günstigsten bundesweit geöffneten Kassen, bei der Sie neben einem sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis ebenfalls von einem ausgezeichneten Service profitieren. Mehr erfahren.
 

Wiederherstellung der Parität in der Krankenversicherung

Der Gesamtbeitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung setzt sich aus zwei Komponenten zusammen – dem allgemeinen Beitragssatz, der gesetzlich festgelegt ist (liegt momentan bei 14,6) und dem bereits erwähnten ZusatzbeitragZusatzbeitrag, der von jeder Krankenkasse individuell festgelegt werden kann. Arbeitnehmer und Rentner mussten diesen in den letzten Jahren alleine finanzieren. Das hat sich nun geändert. Zum 01. Januar werden sowohl der allgemeine Beitragssatz als auch der ZusatzbeitragZusatzbeitrag zur Hälfte vom Arbeitgeber (bzw. Rentenversicherungsträger bei Rentnern) übernommen.

Für Sie bedeutet das, eine neue Beitragsberechnung:

  Beitragsanteil Arbeitgeber Beitragsanteil Arbeitnehmer
Bis 31.12.2018 7,3% 7,3% + ZusatzbeitragZusatzbeitrag von 0,95% = 8,25%
Ab 01.01.2019 7,3% + 0,395% = 7,695% 7,3% + 0,395% = 7,695%

Senkung der Mindesteinnahme bei Selbstständigen

Für freiwillig versicherte Selbstständige und Freiberufler wirkt sich der Wegfall der besonderen Mindesteinnahme aus. Betrug diese im Jahr 2018 noch monatlich 2.283,75 Euro wird sie nun auf die normale Mindesteinnahme von monatlich 1.038,33 Euro abgesenkt. Das kann für Sie eine jährliche Ersparnis von bis zu 2.300 Euro bedeuten. In diesem Zug entfällt auch die Prüfung, ob ein sogenannter Härtefall (Beitragsentlastung) vorliegt.
 

Beitragsanpassung zum 01. Januar 2019 in der Pflege- und Arbeitslosenversicherung

Der Pflegeversicherungsbeitrag, der von den Arbeitnehmern und Arbeitgebern zu gleichen Teilen finanziert wird, steigt um 0,5 Prozentpunkte auf insgesamt 3,05%. Der Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteil beträgt damit jeweils 1,525%. Hinzu kommt ein Beitragszuschlag für Kinderlose in Höhe von 0,25% (gilt nicht bis zur Vollendung des 23. Lebensjahres und für die vor dem 01. Januar 1940 Geborenen), der vom Mitglied allein getragen wird.

Eine weitere Ausnahme von der paritätischen Finanzierung der Pflegeversicherung gibt es im Bundesland Sachsen. Hier tragen die Arbeitnehmer einen Beitrag in Höhe von 1% allein. Der verbleibende Teil (mit Ausnahme des Zuschlags für Kinderlose) wird vom Arbeitgeber und Arbeitnehmer jeweils zur Hälfte getragen.

Im Gegenzug zur Erhöhung in der Pflegeversicherung wird der Beitrag zur Arbeitslosenversicherung um 0,5% auf dann 2,5% abgesenkt.
 

Tonsillotomie wird Kassenleistung

Bislang wurde die Tonsillenhyperplasie (Vergrößerung der Gaumenmandeln durch bakterielle Entzündungen) mittels Tonsillektomie behandelt, soweit konservative Behandlungsmethoden nicht ausgereicht haben. Diese Methode beinhaltet eine vollständige Entfernung der Gaumen- und ggf. Rachenmandeln. Neben dieser Methode besteht auch die Möglichkeit einer Tonsillotomie, bei der die Gaumenmandeln nur teilweise entfernt werden. Dieses Verfahren ist im Vergleich zu Tonsillektomie schonender und weniger mit postoperativen Komplikationen verbunden. Außerdem wird durch diese Methode die immunologische Funktion der Tonsillen erhalten. Aus diesen Gründen hat der Gemeinsame Bundesausschuss in seiner Sitzung vom 20. September 2018 entschieden, die Tonsillotomie als Leistung in den gesetzlichen Katalog aufzunehmen. Zukünftig wird sie betroffenen Kindern als Regelleistung angeboten.
 

Zuschuss für Sehhilfen

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen  bei bestimmten Fällen wieder einen Zuschuss für Brillen und Kontaktlinsen. Diesen können Patienten bei Brillengläsern in Anspruch nehmen, wenn  eine Kurz- oder Weitsichtigkeit von mind. 6,25 Dioptrien im Fernbereich oder eine Hornhautverkrümmung von mind. 4,25 Dioptrien vorliegt. Bei den Kontaktlinsen muss eine Kurz- oder Weitsichtigkeit von mind. 8 Dioptrien im Fernbereich vorliegen. Der Betrag, der von den Krankenkassen gezahlt wird, berechnet sich je nach Sehschwäche und liegt zwischen zehn Euro bei 6,25 Dioptrien und 113 Euro Maximalbetrag ab 6,25 Dioptrien. Es handelt sich hierbei um bundeseinheitliche Festbeträge, welche vom Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen festgelegt sind. Bezuschusst werden Brillengläser, Gleitsichtbrillen sind von der Regelung ausgenommen. Die Kostenübernahme eines Brillengestelles ist gesetzlich ausgeschlossen. Mehr erfahren

Ansprechpartner

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