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Medizinwissen: Laktoseintoleranz

Ein aufgeblähter Bauch, "Winde", Bauchschmerzen und Durchfall: Wenn Sie Milchprodukte nicht leicht verdauen können, kann dies starkes Unwohlsein auslösen – und eine Menge Unannehmlichkeiten mit sich bringen. In Nordeuropa ist bis zu einer von 5 Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern von solchen Symptomen betroffen. Oft geht man davon aus, dass Laktoseintoleranz der Grund ist, das muss aber nicht unbedingt der Fall sein. Manche Menschen, die überempfindlich auf Milch reagieren, könnten tatsächlich ein anderes Problem haben. Daher ist es wichtig, dass die richtige Diagnose gestellt wird, bevor man sich dazu entschließt, seine Ernährung grundlegend zu verändern; dies gilt vor allem für Kinder, Jugendliche und Personen mit einem erhöhten Kalziumbedarf.

Laktoseintoleranz, auch Milchzuckerunverträglichkeit genannt, ist keine Allergie. Dies ist ein wichtiger Unterschied. Menschen mit einer echten Milchallergie können selbst auf geringste Mengen von Milch oder Milchprodukten reagieren. Personen mit Laktoseintoleranz dagegen können unter Umständen relativ viel Milch oder Milchprodukte konsumieren, ohne dass danach Beschwerden auftreten. Lesen Sie weiter, um mehr darüber zu erfahren und sich zu informieren, was Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler über Mythen und Fakten zur Laktoseintoleranz herausgefunden haben – unter anderem, ob es Nahrungsergänzungsmittel gibt, für die wissenschaftlich nachgewiesen ist, dass sie wirklich helfen.

Was ist Laktose und welche Funktion hat sie?


Laktose ist eine Art Zucker aus der Gruppe der Disaccharide, das heißt sie ist aus zwei Zuckern aufgebaut: Die beiden Zucker sind Glukose und Galaktose. Laktose ist das wichtigste Kohlenhydrat in Kuhmilch und der Milch anderer Tiere. Sie kommt auch in der Muttermilch von Menschen vor. Keine Laktose enthalten dagegen Sojagetränke oder andere Drinks auf pflanzlicher Basis, die manchmal auch Soja- oder Pflanzenmilch genannt werden.

Ein Enzym in unserem Darm, die sogenannte Laktase, spaltet die Laktose rasch in ihre beiden Komponenten auf. Ein Enzym ist ein Eiweiß, das im Körper chemische Reaktionen in Gang setzt. Erst nachdem Laktose in Glukose und Galaktose aufgespalten worden sind, können die beiden Zucker vom Darm aufgenommen und in Energie umgewandelt werden, die der Körper nutzen kann. Wir können unseren Energiebedarf problemlos mit anderen Nahrungsmitteln decken, sodass wir keine bestimmte Menge an Laktose mit der Nahrung aufnehmen müssen. Es sind andere Bestandteile der Milch, insbesondere auch das Kalzium, die wir besonders brauchen.

Was ist Laktoseintoleranz und warum entsteht sie?

Im Säuglingsalter ist unser Körper darauf programmiert, nur von Milch zu leben. Um all diese Milch zu verarbeiten, produzieren Säuglinge eine Menge Laktase. Aber das Verdauungssystem ist genetisch so programmiert, dass es sich auf die Verarbeitung anderer Nahrungsmittel umstellt, wenn wir von der Milch entwöhnt werden. Das bedeutet, dass der Körper später deutlich weniger Laktase produziert. Und weniger Laktase bedeutet, dass unser Körper weniger Laktose spalten kann.

Bei einigen Menschen fällt die Menge der produzierten Laktase aufgrund genetischer Unterschiede stärker ab als bei anderen Menschen. Dies ist der Grund, warum manche Kinder und Jugendliche Milch schlechter vertragen können als andere. Die Neigung zu einer geringen Laktoseaufnahme kann vererbt werden.

Auch wie viel Laktase normalerweise produziert wird, variiert zwischen verschiedenen ethnischen Gruppen. Nordeuropäer beispielsweise produzieren als Erwachsene weiterhin mehr Laktase als Erwachsene anderer ethnischer Gruppen. Dies bedeutet, dass eine verminderte Laktosespaltung bei Menschen, die zum Beispiel aus Teilen Asiens oder Afrikas stammen, sehr viel häufiger ist.

Viele Menschen vertragen nicht viel Laktose, weil sie eine Darmerkrankung haben, insbesondere das sogenannte Reizdarmsyndrom. Selten gibt es auch einen angeborenen Laktasemangel, der eine Laktoseintoleranz verursacht.

Es gibt zudem eine seltene Erbkrankheit, die sogenannte Galaktosämie, bei der die Betroffenen keine Galaktose umsetzen können. Diese Krankheit ist aber nicht dasselbe wie eine Laktoseintoleranz.

Was ist der Unterschied zwischen Laktasemangel, Laktosemalabsorption und Laktoseintoleranz?

Laktoseintoleranz bedeutet, dass der Konsum von Laktose Beschwerden verursacht. Dies steckt hinter verschiedenen medizinischen Begriffen, die häufig im Zusammenhang damit verwendet werden:
  • Laktasemangel, Laktase-Nonpersistenz oder Laktaseinsuffizienz: Das bedeutet, dass jemand wenig Laktase produziert. Die Ursache ist in der Regel eine genetische Programmierung, über die weiter oben auf der Seite gesprochen wurde. Aber auch eine Glutenunverträglichkeit (Zöliakie) oder einige Darminfektionen können einen Laktasemangel verursachen. Fast alle Menschen mit einem Laktasemangel können Laktose nicht so gut spalten wie andere Menschen. Ein Laktasemangel wird gelegentlich auch als Hypolaktasie bezeichnet; dieses Wort leitet sich aus dem Lateinischen ab und bedeutet "niedriger Laktasespiegel".
  • Laktosemalabsorption: "Malabsorption" bedeutet, dass etwas nicht gut aufgenommen wird. Laktosemalabsorption bedeutet, dass bei jemandem Laktose in geringeren Mengen gespalten und aufgenommen wird als bei anderen Menschen. Eine Laktosemalabsorption ruft jedoch nicht unbedingt Symptome hervor. Auch andere Faktoren spielen eine Rolle, zum Beispiel wie schnell der Darm arbeitet. Eine Malabsorption kann verschiedene Ursachen haben. Sie kann beispielsweise als Folge einer chronischen Entzündung der Darmwand bei Morbus Crohn oder bei einer Colitis ulcerosa auftreten.
  • Laktoseintoleranz (LI): Die Laktoseintoleranz ist Folge eines Laktasemangels oder einer Laktosemalabsorption. Von einer Laktoseintoleranz spricht man, wenn die nicht aufgenommene Laktose Beschwerden verursacht. Diese Symptome stehen meist mit der konsumierten Laktosemenge in Zusammenhang: Geringe Mengen verursachen oft überhaupt keine Symptome, während sehr große Mengen Beschwerden auslösen können. LI ist aber nicht die einzige mögliche Ursache dieser Symptome.
Welche Symptome gibt es und warum treten sie auf?

Die Symptome einer Laktoseintoleranz treten nach kurzer Zeit auf, wenn jemand Milch oder Milchprodukte zu sich genommen hat. Welche Laktosemenge zu Beschwerden führen kann, ist von Person zu Person unterschiedlich. Zu diesen Symptomen können gehören:
  • Ein aufgeblähter Bauch
  • Unterbauchschmerzen
  • Ausgeprägte Blähungen ("Gase" oder "Winde")
  • Durchfall
Wenn die Laktose unseren Dünndarm erreicht, spaltet das Enzym Laktase sie rasch auf. Erst dann kann sie in Form ihrer Spaltprodukte Glukose und Galaktose durch die Dünndarmwand aufgenommen werden. Wenn dies schnell und vollständig geschieht, gelangt nur eine geringe Menge oder gar keine Laktose in das Kolon. Das Kolon ist der größte Abschnitt des an den Dünndarm anschließenden Dickdarms. Mehr darüber, wie der Darm funktioniert, können Sie hier nachlesen.

Falls große Mengen Laktose das Kolon erreichen, wird der Zweifachzucker dort von Bakterien fermentativ abgebaut. Fermentation erzeugt zusätzliche Gase ("Winde"). Durch die vermehrte Laktose strömt zudem Flüssigkeit in den Dickdarm. Das Kolon kann diese zusätzlichen Gase und die zusätzliche Flüssigkeit teilweise, aber nicht vollständig aufnehmen.

Je länger die Laktose im Kolon verbleibt, desto mehr wird sie fermentiert und Probleme verursachen. Manche Menschen produzieren vielleicht nicht viel Laktase, dafür kann aber ihr Kolon sehr schnell arbeiten. Dann wird die Laktose aus dem Körper ausgeschieden und kaum merkliche Probleme verursachen. Möglicherweise spielt auch die Zahl und Art der im Kolon vorhandenen Bakterien, die sogenannte Darmflora, eine Rolle.

Was sonst könnte diese Symptome verursachen?

Ein aufgeblähter Bauch, Schmerzen, Blähungen und Durchfall sind auch Symptome einer Erkrankung, die man Reizdarmsyndrom (RDS) nennt. Das RDS kommt ebenfalls sehr häufig vor, insbesondere bei den über 35-Jährigen. Weitere Informationen zum RDS finden Sie hier. Das RDS macht das Kolon hypersensibel (überempfindlich). Das bedeutet, dass eine Person mit RDS möglicherweise auch geringere Laktosemengen vertragen kann als Menschen ohne dieses Syndrom. Im Rahmen eines Reizdarmsyndroms kann sich zudem eine Laktoseintoleranz entwickeln.

Auch Empfindlichkeiten gegenüber anderen Nahrungsmitteln könnten diese Symptome auslösen, nicht nur gegenüber Milchprodukten. Beispielsweise kann das in Weizen enthaltene Gluten diese Wirkung haben. Die Zöliakie wurde als ein möglicher Faktor bereits erwähnt. Stress oder andere psychologische Faktoren können diese Symptome ebenfalls auslösen oder dazu beitragen.

Wie kann ich sicher sein, ob ich laktoseintolerant bin oder nicht?

Wie bei allen Nahrungsmittelempfindlichkeiten ist es besser, sich zuerst sicher zu sein, was das Problem ist, bevor man es behandelt. Das ist nicht immer leicht, vor allem da psychologische Faktoren einen Einfluss darauf haben können, wie wir auf Nahrungsmittel reagieren.

Im Auftrag der US-amerikanischen Agency for Healthcare Research and Quality (AHRQ) arbeitende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler berichten, dass es mehrere Tests gibt, um einen Laktasemangel, eine schlechte Laktoseaufnahme und eine Laktoseintoleranz festzustellen. Dazu gehören Belastungstests, bei denen nach einer Laktosegabe der Atem oder das Blut untersucht werden. Die AHRQ-Forschungsgruppe kam zu dem Schluss, dass ein sehr sorgfältig durchgeführter Belastungstest immer noch die beste Möglichkeit ist herauszufinden, ob eine Laktoseintoleranz die Ursache der Symptome ist. Wie das RDS diagnostiziert wird, können Sie hier nachlesen.

Vor einem Belastungstest wird die Testperson häufig gebeten, für eine bestimmte Anzahl von Stunden auf das verdächtige (oder sämtliche) Nahrungsmittel zu verzichten. Das nennt man Elimination. Wenn man ein Nahrungsmittel oder Getränk eliminiert und beobachtet, ob die Symptome nachlassen, ist das allerdings nicht zuverlässig genug, um sicher sagen zu können, ob es sich dabei um die Ursache gehandelt hat.

Bei einem Laktose-Belastungstest wird nach der Eliminationsphase in Wasser oder Tee gelöste Laktose konsumiert und die Reaktion der Testperson überwacht. Bei kleineren Kindern verzichtet man aus praktischen Gründen möglicherweise auf einen Eliminationsschritt. Die AHRQ-Forschungsgruppe kam zu dem Schluss, dass bei einem Laktose-Belastungstest mit Erwachsenen eine Einmaldosis von 50 g Laktose (in bestimmten Fällen auch weniger) genommen werden sollte. 50 g Laktose entsprechen etwa vier Gläsern Milch.

Wie viel Laktose verträgt ein Mensch mit Laktoseintoleranz?

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler stellten fest, dass Menschen mit Laktoseintoleranz in der Regel folgende Mengen tolerieren:
  • Bis zu 12 g Laktose als Einmaldosis (etwa 1 Tasse Milch)
  • Bis zu 24 g Laktose über den Tag verteilt (etwa 2 Tassen Milch)
Das bedeutet, dass die meisten Menschen – selbst diejenigen mit Laktoseintoleranz – tatsächlich die empfohlene Tagesmenge an Milchprodukten zu sich nehmen können, ohne dass Symptome auftreten, wenn sie darauf achten, diese Menge nicht auf einmal zu konsumieren.

Außerdem berichtete die AHRQ-Forschungsgruppe, dass sich die Symptome reduzieren können, wenn zusammen mit der Milch noch andere Nahrungsmittel verzehrt werden. Das liegt daran, dass feste Nahrung die Verdauung im Magen verlangsamt. Die Laktosedosis gelangt somit nicht in einer großen Portion in den Dünndarm. Das gibt dem Dünndarm Zeit, mehr Laktose aufzunehmen, bevor sie in das Kolon abgegeben wird, wo dann die Probleme beginnen.

Einige Forschungsarbeiten legen auch den Schluss nahe, dass sich bei manchen Menschen die Laktosetoleranz verbessern könnte, wenn sie die mit der Nahrung aufgenommene Laktosemenge langsam und vorsichtig erhöhen. Allerdings wurde diese Behandlungsmöglichkeit der Laktoseintoleranz bisher noch nicht vollständig geprüft.

Meistens lernen die Betroffenen mit ihrer Laktoseintoleranz umzugehen, indem sie die Menge an Milchprodukten in ihrem Speiseplan reduzieren. Möglicherweise bedeutet das für sie auch gar keine Einschränkung: Viele Menschen nehmen ohnehin nicht gern viele Milchprodukte zu sich. Sich auf eine "Spezialernährung" einstellen zu müssen, kann allerdings sehr schwierig sein, vor allem wenn die übrigen Familienmitglieder ihre Laktosezufuhr nicht beschränken müssen.

Besonders hart kann es werden, wenn man jung ist und all das tun möchte, was auch die Freunde tun. Sorgen um die eigene Ernährung oder Bedenken, ob man das einzige Essen, das es gibt, problemlos verzehren kann, führen mitunter zu mehr Unzufriedenheit als die Symptome der Laktoseintoleranz selbst. Mit der Zeit finden junge Menschen jedoch meistens heraus, was sie essen können, ohne dass ihnen dies peinlich ist. Zu lernen, die Etiketten auf den Lebensmitteln zu lesen, kann helfen, sich sicherer zu fühlen, wenn es darum geht, was man essen und trinken kann, ohne sich Sorgen machen zu müssen. Weitere Tipps zum Einkaufen bei Laktoseintoleranz finden Sie hier.

Auch wenn der Umgang mit einer Nahrungsmittelüberempfindlichkeit ein nie endender Prozess ist, der ermüdend sein kann, wird er doch zur Gewohnheit. Da es viele Menschen mit Laktoseintoleranz gibt und viele andere, die vegan leben (das heißt auf alle tierischen Produkte einschließlich Molkereiprodukte verzichten), erweitert sich zusehends auch das Angebot für Menschen, die keine Milchprodukte zu sich nehmen. Die Vielfalt an nichttierischen Getränken wie beispielsweise Soja- und Reisgetränken nimmt ständig zu. Rein pflanzliche Getränke wie diese ähneln Milch, sind jedoch vollkommen laktosefrei. Einigen dieser Produkte wird Kalzium zugesetzt.

Gibt es neben dem Verzicht auf Molkereiprodukte noch andere Möglichkeiten und funktionieren Nahrungsergänzungsmittel?

Fettarme oder entrahmte Milch hat keinen geringeren Laktosegehalt, wenn es sich nicht gleichzeitig auch um ein laktosereduziertes Produkt handelt. Es gibt verschiedene Kuhmilchsorten, die entsprechend modifiziert sind, das heißt entweder laktosereduziert oder hydrolysiert sind. Laktosereduzierte Milch wird hergestellt, indem die Laktose herausfiltriert wird, oder es wird ein sogenannter Chromatograph eingesetzt, um die Laktose vom Rest der Milch zu trennen. Bei hydrolysierter Milch, die speziell für Menschen mit Laktoseintoleranz angeboten wird, wird der Milch das Enzym Laktase zugesetzt.

Diese Milchsorten sind teurer als normale Kuhmilch und enthalten meist immer noch eine gewisse Menge an Laktose. Deshalb müssen Sie die Informationen auf der Verpackung sehr sorgfältig lesen, wenn Sie versuchen, Ihre Laktosezufuhr zu verringern – unabhängig davon, was dick aufgedruckt ist. Die AHRQ-Forschungsgruppe hat alle Studien ausgewertet, die sie über den Austausch von normaler Milch (mit einer Laktosedosis von bis zu 12 g) gegen laktosereduzierte oder hydrolysierte Milch (mit 0 bis 2 g Laktose) finden konnte. Die Testpersonen in diesen Studien hatten im Durchschnitt nicht weniger Symptome, wenn sie die Milch mit dem niedrigeren Laktosegehalt konsumierten. In Studien erklären sich Gruppen von Freiwilligen damit einverstanden, dass sie unterschiedlichen Behandlungen oder Placebo- (Schein-)Behandlungen zugeteilt werden, sodass ein zuverlässiger wissenschaftlicher Vergleich der Ergebnisse möglich ist. Mehr darüber, warum wissenschaftliche Untersuchungen auf diese Art und Weise durchgeführt werden, können Sie hier nachlesen.

Andere Produkte, die viele Betroffene anwenden, sind Tabletten- oder Kapseln zur künstlichen Laktasezufuhr. Dahinter steckt der Gedanke, dass, wenn man sowohl künstliche Laktase als auch normale Milchprodukte zu sich nimmt, die Laktaseergänzung hilft, die zusätzliche Menge an Laktose aufzuspalten, die der Darm sonst nicht ohne weiteres aufnehmen kann. Auch wenn über die Wirkung dieser Produkte vieles behauptet wird, sagt die AHRQ-Forschungsgruppe, dass in den Studien nicht überzeugend nachgewiesen werden konnte, dass sie funktionieren.

Untersucht wurden auch Präbiotika, Probiotika und Joghurt. Präbiotika und Probiotika sind eine Art „freundlicher” Bakterien im Darm, die bei der Verdauung der Nahrung helfen. Es gibt auch Nahrungsergänzungsmittel, die auf diesen Bakterien basieren. Die AHRQ kam zu dem Schluss, dass es weiterer Forschung bedarf, bevor klar ist, ob diese Ergänzungsmittel oder Joghurt Personen mit Laktoseintoleranz helfen können, mehr Laktose aufzuspalten.

Das bedeutet, dass der Versuch, sich an die oben beschriebenen Grenzen zu halten und Milch nur gleichzeitig mit anderen Lebensmitteln zu konsumieren, immer noch der beste bekannte Weg ist, um die Symptome einer Laktoseintoleranz zu verringern.

Wenn ich meinen Verzehr von Molkereiprodukten einschränke, wie kann ich dann sicherstellen, dass ich ausreichend Kalzium zu mir nehme?

Für eine gesunde Ernährung sind Milchprodukte nicht unbedingt notwendig. Wenn Menschen weniger Milchprodukte zu sich nehmen oder ganz auf sie verzichten, gilt dennoch die Hauptsorge der Frage, ob sie ausreichend Kalzium zu sich nehmen – vor allem, wenn es um Kinder, Schwangere und ältere Menschen geht. Kalzium ist während des ganzen Lebens ein wichtiger Bestandteil unserer Nahrung. Es ist unter anderem wichtig für unsere Knochen, Zähne und Nägel. Kalzium ist allerdings nicht nur in Milchprodukten enthalten. Auch andere Nahrungsmittel und Getränke sind reich an Kalzium. Mehr über Kalzium erfahren Sie hier und den Kalziumrechner von Gesundheitsinformationen.de können Sie hier benutzen.


Quelle: www.gesundheitsinformation.de (IQWiG)

Letzte Aktualisierung: 22. September 2010

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