Die elektronische Gesundheitskarte (eGK) kommt
– Was bedeutet das für Sie?
Die neue elektronische Gesundheitskarte (eGK) ist eine Gemeinschaftsprojekt aller Krankenkassen, Kliniken, Arztpraxen und Apotheken in Deutschland. Ziel der neuen Karte ist eine bessere medizinische Versorgung und effizientere Behandlungsabläufe. Erreicht werden soll dies durch eine engere Kommunikation zwischen den Beteiligten im Gesundheitswesen. Was ist anders an der eGK?
Bisher wurden auf der Versichertenkarte nur Stammdaten wie Name, Geburtsdatum, Anschrift und Versichertenstatus gespeichert. Mit der Einführung der eGK werden jetzt weitere Daten ergänzt. So lässt sich nun auch der Zuzahlungsstatus erfassen, der in der Arztpraxis als Versicherungsnachweis dient. Ein Lichtbild auf der Vorderseite der neuen Versichertenkarte erschwert Kartenmissbräuche. Die Rückseite der eGK ist gleichzeitig die europäische Krankenversicherungskarte für Behandlungen im europäischen Ausland.
Wann bekomme ich die eGK?
Da es sich bei medizinischen Daten um sehr sensible Informationen handelt, mussten zunächst hohe Sicherheitsstandards erfüllt werden. Die Einführung der neuen Versichertenkarte verzögerte sich deshalb immer wieder. In den letzten Monaten wurde die eGK in einigen Modellregionen getestet. Jetzt wird sie schrittweise eingeführt. Begonnen wird im Sommer 2011in Nordrhein-Westfalen. Die Anzahl an Lesegeräten in den Praxen ist hier bereits ausreichend. Weitere Regionen folgen im Herbst 2011.
Welche Vorteile wird die eGK in Zukunft haben?
Die Anwendungsfelder der eGK werden sich schrittweise erweitern. Die Versicherten können dann aus einer Reihe von freiwilligen Datenspeicherungen wählen. So wird es die Möglichkeit geben Notfalldaten wie Allergien, Herzerkrankungen und Blutgruppe auf der eGK zu speichern.
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