Gesunder Schlaf trotz Schichtarbeit
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Über die Hälfte der in Nacht-, Schicht- oder Bereitschaftsdiensten Arbeitenden haben mindestens ein bis drei Mal im Monat Probleme, ein- oder durchzuschlafen, oder wachen morgens zu früh auf. 16 Prozent leiden jede oder fast jede Nacht an Schlafproblemen. Sie liegen damit deutlich über dem Durchschnitt aller Berufstätigen von 13 Prozent.
Auch am Tag Schlaf finden
Umso wichtiger ist es für Schichtarbeitende, Bedingungen zu schaffen, die es ihnen ermöglichen, auch am Tag Schlaf zu finden. Neben den Tipps, die jeder für einen guten Schlaf beachten sollte, wie ein angenehmes Raumklima, eine stützende Matratze und den Verzicht auf Alkohol und Koffein vor dem Schlafengehen, gibt es Tricks speziell für Schichtarbeitende. Das Schlafzimmer sollte ruhig gelegen sein, da am Tag auf der Straße, im Treppenhaus und in der Wohnung mehr Geräusche entstehen als in der Nacht. Das Zimmer sollte sich abdunkeln lassen und auch im Sommer nicht zu heiß werden. Eine Lage Richtung Norden ist hierfür am besten geeignet.
Auch wenn die Schichten zu unterschiedlichen Zeiten beginnen, sollten Schichtarbeitende sich feste Zubettgehzeiten für jeden Arbeitsbeginn einrichten. So kann der Körper sich an einen Rhythmus gewöhnen. Als ideal gelten bis zu acht Stunden Schlaf am Tag, die nötigenfalls auch aufgeteilt werden können. Nach einer Nachtschicht können beispielsweise vier Stunden geschlafen werden, anschließend kann das Mittagessen mit der Familie eingenommen werden, und am Nachmittag können weitere drei Stunden Schlaf anstehen. So nimmt man trotz Schichtarbeit zugleich am Familienleben teil.
Besonders für Schichtarbeiter eignen sich Entspannungstechniken wie Yoga, Progressive Muskelentspannung oder Atementspannung. Die Techniken lassen sich erlernen und können vor dem Schlafengehen angewendet werden, um den Körper auf den Schlaf einzustellen.
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