Kraft tanken für jeden Tag
Immerhin rund ein Drittel unserer Lebenszeit verbringen wir schlafend. Und Schlaf gehört genau wie Essen und Trinken zu den elementaren Bedürfnissen des Menschen. Dabei ist ein erholsamer Schlaf nicht nur angenehm und wohltuend, sondern ein bedeutender Gesundbrunnen für Körper und Seele. Häufig wird Schlaf als etwas Selbstverständliches hingenommen und bekommt erst dann Beachtung, wenn er gestört ist.![]() |
Gesundbrunnen für Körper und Seele
Dabei ist ein erholsamer Schlaf nicht nur angenehm und wohltuend, sondern ein bedeutender Gesundbrunnen für Körper und Seele: Während wir schlafen, regeneriert unser Körper. Seine Widerstandsfähigkeit wird gestärkt und so ist er am Tage leistungs- und konzentrationsfähig. Ein Schlafmangel kann folgenschwere Auswirkungen haben, denn unausgeschlafen steigt das Risiko für Arbeit- und Verkehrsunfälle. Das Reaktionsverhalten eines übernächtigten Autofahrers ist so schlecht, als würde er mit etwa 1,0 Promille ein Fahrzeug steuern.
Im Schnitt benötigt der Mensch zirka acht Stunden Schlaf pro Tag. Doch häufig lässt unser Alltag dies nicht zu. Wie die BKK-Studie gezeigt hat, gehen insbesondere Überstunden dabei zu Lasten des Schlafs. Je länger die Befragten an einem Tag arbeiteten, desto kürzer wurde die durchschnittliche Schlafdauer. So unterschiedlich wie die Menschen ist auch ihr individuelles Schlafbedürfnis: Manch einer kommt mit sechs Stunden Schlaf aus, der andere braucht seine vollen acht Stunden, um erholt aufzuwachen.
Wenn Schlaf zum Problem wird
Die Ursachen für einen gestörten Schlaf sind vielfältig: Krankheiten, Stress oder psychisch bedingte Probleme können die Nachtruhe beeinträchtigen. Aber auch ein zu üppiges Essen oder ein zu warmes oder kaltes Schlafzimmer können sich negativ auswirken. Umgekehrt kann aber auch ein unruhiger und gestörter Schlaf krank machen. Häufig entsteht daraus ein Kreislauf, aus dem das Ausbrechen schwierig ist. Daher ist es wichtig, Schlafprobleme zu erkennen und ernst zu nehmen.
Auch chronische Erkrankungen und Medikamente können den Schlaf stören. Dabei wirken sich Schlafstörungen unterschiedlich aus: Die einen können nicht einschlafen und wälzen sich abends unruhig von einer auf die andere Seite, die anderen wachen nachts auf und finden keinen Schlaf mehr, und einige erwachen morgens viel zu früh und können nicht mehr einschlafen.
Schlaf- und Beruhigungsmittel
Für viele Menschen sind ärztlich verschriebene Schlaf- und Beruhigungsmittel aus der Wirkstoffgruppe der Benzodiazepine eine wichtige Hilfe bei der Bewältigung von Schlafstörungen, Nervosität, Unruhe und Ängsten. Diese Medikamente sind zwar einerseits zur kurzzeitigen Behandlung von Beschwerden bewährt, können andererseits aber bei langfristiger Einnahme schaden. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, ob Schlaf- und Beruhigungsmittel für Sie in Frage kommen. Wenn Sie diese Medikamente bereits über einen längeren Zeitraum einnehmen, fragen Sie, wie Sie sie am besten absetzen können.
Entspannungsverfahren
Bevor Sie zur Schlaftablette greifen, lohnt es sich, über das Erlernen einer Entspannungsmethode nachzudenken. Techniken wie Yoga, Autogenes Training oder Progressive Muskelentspannung können helfen, besser mit Angst und Stress umzugehen. Alle Übungen haben dabei eines gemeinsam: Die Konzentration auf Ihren Körper und Geist, abseits von belastenden Gedanken. Wer einmal eine Entspannungstechnik erlernt hat, weiß um deren beruhigende Wirkung. Nach einiger Zeit werden Sie sicher merken, wie Sie die regelmäßigen Übungen entspannen und dadurch besser schlafen lassen.
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