Nichtraucher werden, mit Günter, dem inneren Schweinehund
Mit dem Rauchen aufhören? Da graut es Günter, unserem inneren Schweinehund. Wie Sie Günter austricksen können, erklärt Ihnen der bekannte Bestsellerautor und Coach Dr. Stefan Frädrich. Viel Erfolg!_____________________________________________________________________________
Vier Tipps zum Nichtrauchen von Dr. Stefan Frädrich Seite 1/2
1. Durchschauen Sie die Nikotin-Kettenreaktion!
Fast jeder hat schon einmal an einer Zigarette gezogen. Die Effekte beim Anfänger: Kratziger Geschmack und pseudo-„cooles“ Gefühl – und wer sogar inhaliert, spürt Hustenreiz, Schwindel und Übelkeit. „Davon abhängig werden? Nie im Leben!“ denken die Neu-Raucher. Doch einige üben so lange, bis sie es richtig gut können und sogar vertragen. Bald schon brauchen sie jeden Tag eine bestimmte Menge Zigaretten.
Warum?
Was aber passiert, wenn man das Rauchen immer wieder übt? Dann verändern sich die Nervenzellen so, dass sie sich auch mit Nikotin normal fühlen können. Doch weil der Körper Nikotin weiterhin nach jeder Zigarette nach draußen schafft, fühlen sich die Nerven nicht mehr normal, sobald der Nikotinpegel sinkt – und melden den Bedarf nach einer neuen Zigarette.
Sie merken schon: Das eigentlich Angenehme am Rauchen ist die Beseitigung des unguten Gefühls, das der Raucher ohne Zigarette hat. Denn er steckt in einer unsinnigen biologischen Kettenreaktion fest: Nikotin rein – doofes Gefühl lässt nach – Nikotin raus – doofes Gefühl kommt wieder. Eine Zigarette führt also zur nächsten. Alles nur, weil sich der Raucher an Nikotin gewöhnt hat. Das ist die biologische Seite der Zigarettensucht.
Warum also „schmecken“ Zigaretten dem Raucher, beruhigen ihn und machen ihn „glücklich“, während sie Nichtraucher völlig kalt lassen? Weil dem Raucher ohne Zigaretten fortan etwas fehlt! Jede Zigarette wird nun zur wertvollen kleinen Belohnung, ohne die das Leben nicht mehr lebenswert erscheint. Die psychologische Seite der Sucht. Ein Irrtum, der auf einer Illusion beruht: Man kratzt sich, weil es juckt – und merkt nicht, dass das Kratzen das nächste Jucken hervorruft.
2. Kommen Sie der Raucherpsychologie auf die Schliche!
Bei welchen Gelegenheiten rauchen Raucher? Bei Stress, Pausen, Langeweile, zum Kaffee, beim Fernsehen, Feiern, nach dem morgendlichen Aufstehen, Essen oder Sex – oder auch um sich zu belohnen. Klar: Raucher rauchen, sobald sich die Gelegenheit dazu ergibt. Warum? Weil in diesen Situationen das Rauchen meist erlaubt ist und der Nikotinhunger gestillt werden muss. Psychologisch verknüpfen sich dabei allerdings zwei Dinge, die nichts miteinander zu tun haben: das „Kratzen“, weil es „juckt“, und die Situation, in der man sich kratzt – und diese Verknüpfung wird so lange wiederholt, bis das Gehirn Ursache und Wirkung umdreht: Wer täglich drei Tassen Kaffee trinkt und dabei raucht, verknüpft jährlich mehr als 1.000 Mal den Zigarettenirrtum und Kaffeetrinken. Wetten, dass die Kippen bald den Kaffee lecker machen? Oder die Pausen schöner? Oder den Stress weniger? Obwohl dabei eigentlich nur der Nikotinpegel aufgefüllt wird.
Dumm gelaufen …
3. Hören Sie einfach so mit dem Rauchen auf!
Wie also mit dem Rauchen aufhören? Nikotinpflaster? Pillen? Hypnose? Langsam reduzieren? Es geht viel einfacher: Die weitaus meisten erfolgreichen Ex-Raucher haben von einem Tag auf den anderen mit dem Qualmen aufgehört – ohne weitere Hilfsmittel. Im Prinzip geht es nur darum, den Entschluss zu fassen, keine nächste Zigarette mehr anzuzünden und somit die Nikotinkettenreaktion zu unterbrechen. Denn ohne sinkenden Nikotinpegel hat man auch nicht das Gefühl, eine Zigarette zu brauchen. Der Körper reinigt sich von selbst und die Nerven justieren sich wieder neu – auf die normale Dosis Acetylcholin. Bald schon ist der Spuk vorbei.
„Und die Entzugserscheinungen?“ sorgt sich jetzt womöglich der Noch-Raucher.
Auch das ist kein Problem: Die körperlichen Entzugserscheinungen sind ohnehin so schwach, dass man sie kaum spürt! Sie sind schon nach ein bis zwei Tagen verschwunden.
Viel wichtiger sind die psychologischen Entzugserscheinungen, nämlich der Irrglaube, dass die Zigarette etwa zum Kaffee, zur Entspannung und zur Pause gehört. Wer sich aber stattdessen bei jeder typischen „Rauchersituation“ darüber freut, nicht mehr rauchen zu müssen, wird binnen kürzester Zeit zum Nichtraucher. So macht das neue Leben als Nichtraucher vom ersten Tag an Spaß. Egal, wie lange und wie viel man vorher geraucht hat.
4. Genießen Sie Ihr neues Leben als Nichtraucher!
Liebe Neu-Ex-Raucher, jetzt bitte keine Angst mehr! Denn ab sofort wird alles jeden Tag schöner: Sie brauchen kein schlechtes Gewissen mehr zu haben, Sie werden besser riechen, sich besser fühlen, mehr Luft bekommen, stolz auf sich sein, weißere Zähne kriegen, mit dem ewigen Husten aufhören, Ihre Haut verjüngen, Krebs-, Schlaganfalls- und Herzinfarktrisiko minimieren, Ihre Gehirnleistung verbessern, Ihren besorgten Lieben einen Gefallen tun, tausende Euro für schönere Dinge sparen – und vor allem endlich den Stolz und die Freiheit erleben, Ihre Handlungen selbst bestimmen zu können, anstatt sich von stinkenden Rachenschwärzern beherrschen zu lassen. Na? Das ist doch was, oder?
Ach ja, eines noch: Liebe Nichtraucher, wenn Sie Raucher beim Aufhören unterstützen wollen, dann bleiben Sie bitte nett und verständnisvoll: Keine Besserwisserei, keine Diskussionen! Machen Sie stattdessen liebevoll Mut: „Du schaffst das schon!“ Brauchen wir das nicht alle ein bisschen?
Wie Sie noch mehr darüber erfahren können, wie Günter, der innere Schweinehund, abnimmt, lesen Sie auf der nächsten Seite!
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