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Erste Hilfe bei Sportverletzungen

Ein übles Foul, ein falscher Tritt: Beim Fußball kommt es besonders häufig zu Sportverletzungen. Die dynamische Ballsportart stellt hohe Anforderungen an den gesamten Bewegungsapparat - bei Knien und Sprunggelenken ist das Verletzungsrisiko besonders hoch. Wie Sie Sportverletzungen vorbeugen und im Ernstfall behandeln können, erklärt Ihnen unser Salus Bewegungsexperte Holger Tietz.

Krampf
Kein Spieler kann kurz vor dem Torschuss einen Muskelkrampf riskieren. Die beste Maßnahme lautet hier: ausreichend trinken. „Wer vor und während dem Sport viel trinkt, verhindert, dass sich die Muskeln übersäuern“, erklärt der Bewegungsexperte. Kommt es trotzdem zum Krampf, empfiehlt er vorsichtiges Stretching und eine lockere Massage.

Zerrung
„Zerrungen zählen zu den häufigsten Sportverletzungen, können aber sehr schmerzhaft sein“, erklärt Holger Tietz. Ihnen lässt sich durch ein sorgfältiges Aufwärm-Training am effektivsten vorbeugen. Der Sportwissenschaftler rät deshalb zu einem mindestens zehnminütigen Warm-Up, bestehend aus lockerem Laufen und Dehnübungen.

Prellung
Werden Muskeln gequetscht, zum Beispiel durch den beherzten Tritt des Gegners, kann es zu einer Prellung kommen. „Drücken Sie im Fall einer Prellung Ihre Hand sofort fest auf das verletzte Körperteil“, rät Holger Tietz.

PECH-Methode
Kommt es auf dem Spielfeld zu einer Verletzung, empfiehlt der Sportwissenschaftler als Sofortmaßnahme die Behandlung nach der sogenannten PECH-Methode:

Pause = Nach einer Verletzung sollten Sie sofort mit dem Sport aufhören. Stellen Sie das verletzte Körperteil ruhig und legen Sie eine Pause ein.

Eis = Um den Schmerz zu reduzieren, sollten Sie das verletzte Körperteil mit Eis kühlen. Benutzen Sie immer nur Eiswürfel und nur in Ausnahmefällen Eisspray. Achten Sie darauf, dass Sie das Gelenk nur kühlen und nicht tiefgefrieren.

Compression = Nach der Kühlung verhindert ein Druckverband die Ausbreitung von Schwellungen und Hämatomen. Zudem stabilisiert er das verletzte Körperteil.

Hochlagerung = Als weitere Maßnahme empfiehlt es sich, den verletzten Körperbereich hoch zu lagern. Durch die Hochlagerung wird die Blutzufuhr reduziert und die Schwellung vermindert.

(Salus news 6-2010)


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