Fastenzeit: Gewinn durch Verzicht
Immer mehr Menschen nutzen die Fastenzeit zwischen Aschermittwoch und Ostern, um für einige Wochen auf Genussmittel oder eingefahrene Gewohnheiten zu verzichten. Wie Ihr Körper und auch Ihre Seele durch den Verzicht auf so manches Laster einen echten Energieschub bekommen können, beleuchten wir gemeinsam mit unserem Salus Gesundheitsexperten Holger Tietz und dem Kapuziner Pater Amandus.Willkommener Einstieg in ein gesünderes Leben
Während der Fastenzeit setzen viele ihre Neujahrsvorsätze in die Tat um und streichen beispielsweise Alkohol, Zigaretten oder Süßigkeiten aus Ihrem Alltag. „Die Fastenzeit kann so ein willkommener Einstieg in ein gesünderes Leben sein“, erklärt Holger Tietz, Gesundheitsexperte der Salus BKK. „Ihr Körper gewöhnt sich an die neuen Gewohnheiten und dankt Ihnen beispielsweise mit einer strahlenden Haut, einer besseren Durchblutung oder einer leichten Gewichtsreduktion.“Fasten ist aber auch eine Frage der Willenskraft. „Wer sieben Wochen durchhält, kann zurecht stolz auf sich sein“, betont Holger Tietz. Allerdings solle man bei seinen Zielen realistisch sein, um sich nicht zu demotivieren. Deshalb rät der Gesundheitsexperte auch allen Fastenwilligen: „Kleine und überschaubare Etappenziele sind erfolgversprechend.
Zeit für die innere Einkehr
Für viele Menschen heißt Fasten aber mehr, als nur das abendliche Pils oder die Pausenzigarette wegzulassen. Sie nutzen die Wochen vor Ostern für die innere Einkehr. Der Kapuziner Pater Amandus erinnert dabei gern an den Ursprung des Fastens, der Bestandteil aller Weltreligionen vom Christentum über den Buddhismus hin zum Islam ist: „Fastenzeiten sind immer Zeiten für eine neue Aufgabe oder auch Rückbesinnung.“Fasten bedeute deshalb nicht nur Verzicht, sondern sei ein Freimachen, so der Kapuziner. „Freimachen vom Trinken-müssen, Fernsehen oder Internet-müssen“. Das Freimachen befähige uns, für unser Leben und unsere Welt bewusst und verantwortlich zu leben.
Und falls man während der Fastenzeit in ein Motivationstief gerät, ist ein Blick nach Innen besonders hilfreich: „In solchen Momenten sollte man sich fragen, wozu, wofür bin ich da?“, rät Pater Amandus. Auf diese Weise bringt man Körper und Seele wieder ins Lot.
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